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Von Sehnsuchtsbällchen, Zeitreisen und einem Kartoffelsalat-Erlebnis

Ein Artikel zum Schreibhain Pitch in der Lettrétage von Mona Hauch und Jacqueline Repp

Jahrgang VII

Der Jahrgang VII vor der Lettrétage

„Es gibt auf dieser Welt viel mehr Kopien als Originale“ Mit diesem Zitat Pablo Picassos eröffnet Tanja Steinlechner vor eindrucksvoller Kulisse den Schreibhain-Pitch (Jahrgang VII) in der Lettrétage am Sonntag, den 05. Mai 2019. Wie treffend dieses Zitat die anwesenden Autoren und Autorinnen kennzeichnet, realisieren wir erst nach und nach.  Die große Wertschätzung ist bereits bei der Vorstellung der Autorinnen und Autoren durch Astrid (Ule) und Tanja angelegt und setzt sich in den gezielten Interviews im Anschluss an jeden Pitch fort.

Astrid Ule interviewt Kathrin Welke

Der Besuch eines Zeitreisenden in der eigenen einsturzgefährdeten Seelenbehausung oder eines Geistes im Keller des verhassten Internats. Ein erotisches Kartoffelsalaterlebnis im Allgäu. Ein missglückter Ausbruchsversuch einer Schwangeren. Eine gehetzte Ghostwriterin an der (inneren) Schwelle. Das drohende Ende des investigativen Journalismus. Der Aufbruch einer Mutter aus ihrem verkrusteten Leben. Die Herausforderung als non-binäre Person einen Platz in dieser Welt zu finden. Die Vorbereitung auf den anstehenden Besuch der Aliens oder auch der Kriegsausbruch im eigenen Blut.

Carolin Gehrmann stellt ihr Jugendbuch vor.

So unterschiedlich die vorgestellten Romane auf den ersten Blick erscheinen, so eint sie dennoch eine große Thematik: Das sich nicht (mehr) zugehörig fühlen. Ob freiwillig oder eher unfreiwillig können oder wollen die ProtagonistInnen den gesellschaftlichen Erwartungen nicht entsprechen, fühlen sich teilweise völlig sprachlos und mühen sich durch den Morast ihres mitunter zur Einsamkeit verdammten Lebens.

Astrid Ule mit Anja Stollenwerk-Gans und Annette Mertens

Alle Debütantinnen und Debütanten haben ihre ureigene Erzählstimme gefunden,  um dieses Schweigen und die Sprachlosigkeit dem Publikum nahezubringen – auch wenn Kathrin Welke vermutet, dass es mitunter „vielleicht einfacher gewesen wäre, die Stille und Sprachlosigkeit zu tanzen, als sie zu Papier zu bringen.“

Tanja Steinlechner mit Luise Wolf (links), Clarissa Lempp und Karin Heinzler

 

Der Tag ist angefüllt mit Emotionen, von angespannter Konzentration bis zum gelösten Lachen. Man kommt miteinander ins Gespräch, tauscht sich aus über Ideen und Rückschläge. Manuskripte werden liebevoll signiert, die AutorInnen am Ende gebührend gefeiert.

Wir, zwei Novizen des aktuellen Jahrgangs X, haben diesen Sonntag, vom Morgen bis zum frühen Abend, sehr genossen und empfanden ihn, in vielerlei Hinsicht, als äußerst gewinnbringend. Und das sicherlich nicht nur wegen der großen Auswahl an alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken oder des tollen Buffets zur Stärkung am Mittag mit Sehnsuchtsbällchen, Salaten, Quiche, Kuchen und viel Schokolade.

Abschluss-Cocktails

 

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