Suche
  • Autorenschule Berlin
  • + 49 (0)177 3216298
Suche Menü

Die Freiheit literarischen Schaffens – Werkstattgespräch mit Isabella Feimer

Die Unendlichkeit ist ein Prolog, der auf der dunklen Bühne des Universums geschwiegen wird, und das, was sich Untergang nennt, ist lediglich der Beginn einer neuen unverrückbaren Tatsache.
(Stella maris)

Von der Kunst, den eigenen Weg zu gehen – Lesung und Gespräch mit der Autorin Isabella Feimer

Jeder Autor hat in nahezu jeder Phase seines Schaffens mit großen Selbstzweifeln zu kämpfen und – wenn er bereits im Literaturbetrieb angekommen ist – oftmals mit der Frage nach der Positionierung: Eigenes durchfechten oder sich beugen? Wann ist es das eigene Unvermögen, wann mangelnde Gefälligkeit, die einem den Weg zu Höherem verbaut? Wie findet man zu einer Form, die einem selbst entspricht, und zur Sicherheit über das eigene Tun?

Darüber diskutiert die Lektorin Nadine Kube mit der österreichischen Schriftstellerin Isabella Feimer, die im Anschluss an das Gespräch aus ihrem letzten Roman Stella maris (Braumüller) und dem soeben erschienenen Gedichtband Tiefschwarz zu unsichtbar (Limbus) lesen wird.

Jede Freiheit beginnt mit Unfreiheit, mit diesem Stillstand, in dem es nach Bewegung drängt. Widerstand gegen das Gegebene regt sich, Neues will geschaffen werden, Eigenes entdeckt. So auch im literarischen Schreiben.
Schreiben ist ein Weg, auf dem es darum geht, Hindernisse im Innen und Außen zu überwinden. Es ist eine Reise, deren verlässliche Begleiter Zweifel und Euphorie sind, ein Unterwegssein in Sprache, Stil, Inhalt und deren Zusammenführung. Das Ziel, mit jedem Text aufs Neue, ist es, das Eigene zu definieren und weiterzuentwickeln, sich behutsam jener Essenz zu nähern, die Freiheit heißt. 
(Isabella Feimer)

Die Protagonisten

Isabella Feimer lebt als freie Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin in Wien. Ihr divers angelegtes literarisches Schaffen zeichnet sich aus durch ungebremste Experimentierfreudigkeit und kompromisslose Verdichtung von Gedankengut und sprachlicher Form. All ihren Texten gemein ist ein melodisch‐rhythmischer Stil und komprimierte Emotion in performativer Ausdruckskraft.
Isabella Feimer ist leidenschaftliche Grenzgängerin und hat eine Vorliebe für Projekte in Interaktion mit anderen künstlerischen Disziplinen.

Nadine Kube ist freie Redakteurin, Texterin, Lektorin und Übersetzerin im Bereich Marketing und Literatur. Sie lebt in Potsdam und Wien. In ihrer [txt]werkstatt arbeitet sie konzeptionell und schreibend rund um das Thema Storytelling und Rhetorik. Ihr Motto: Identität braucht eine Sprache. Sprache schafft Identität. In ihrem [txt]werk begleitet sie Autoren mit Coaching und Workshops bei ihrem literarischen Schaffen. Für den Schreibhain ist sie als Dozentin tätig.

Nadine Kube hat die ersten beiden Romane Isabella Feimers im Lektorat begleitet. Die intensive und kritische Auseinandersetzung mit Sprache und Storytelling vereint seitdem beide im dauerhaften Dialog über den wahren Ausdruck im eigenen Schaffen.

VITA ISABELLA FEIMER

Isabella Feimer arbeitete seit 1999 bei verschiedenen Produktionen für Hörspiel, Film und Theater. Nach dem Studium der Theater‐, Film‐ und Medienwissenschaft an der Universität Wien brachte sie die zunehmende Beschäftigung mit literarischen Ausdrucksformen zum freien Schreiben und 2008/2009 zur Ausbildung an der Leondinger Akademie für Literatur. Es folgten Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in diversen Literaturzeitschriften Österreichs. 2011 war sie Teilnehmerin am Mentoringprojekt des bm:ukk und 2012 wurde sie bei den 36. Tagen der deutschsprachigen Literatur für den renommierten Ingeborg‐Bachmann‐Preis nominiert. 2013 erschien ihr Debüt‐Roman Der afghanische Koch im Wiener Septime Verlag, mit dem sie den Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur erhielt, den zweiten Platz im Literaturwettbewerb der Akademie Graz belegte sowie 2013 auf die Shortlist des Alpha‐Preises gelangte. 2014 wurde auch ihr zweites Buch Zeit etwas Sonderbares bei Septime veröffentlicht, der 2015 ebenfalls für den Alpha‐Preis nominiert wurde. 2015 erschien der Reiseprosaband In Erwartung einer Fremde mit Fotografien von Manfred Poor in der Literaturedition NÖ sowie ihr dritter Roman Trophäen im Braumüller Verlag, 2016 die illustrierte Kurzgeschichte Die Stimmen in der Edition Thurnhof sowie 2017 der Roman Stella maris ebenfalls bei Braumüller. Im Herbst 2017 präsentiert sie ihren frisch publizierten ersten Gedichtband Tiefschwarz zu unsichtbar (Limbus Verlag). Isabella Feimer gibt außerdem Workshops zu Literatur und der Praxis des Schreibens u. a. im Wiener Burgtheater/Offene Burg und im Österreich Institut in Rom sowie an diversen Schulen.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.